So wird die Zahnpflege zum Kinderspiel!

Glossar

A…

wie abakteriell:

ohne Bakterien

wie Abriebwert:

auch RDA(Radioactive Dentin Abrasion = Radioaktive Dentinabrasivität)-Wert; eine Zahnpasta sollte nicht zu einer zu starken Abrasion (Abrieb) des Schmelzes und des Dentins (siehe dort) beitragen. Durchschnittliche RDA Werte von Zahnpasten:

  • RDA Wert von bis zu 30: geringe Abrasivität, für Baby-Zahncremes geeignet
  • RDA Wert von 35 – 50: guter Kompromiss zwischen geringer Abrasivität und Reinigungswirkung, für Kinderzahncremes geeignet
  • RDA Wert von 50 – 70: etwas höhere Abrasivität bei stärkerer Reinigung für Erwachsenenzahncremes geeignet
  • RDA Wert von 70 – 80: mittlere Abrasivität, keinesfalls für den Dauergebrauch, Achtung Zahncremes für weißere Zähne haben einen hohen Abrasionswert!
  • RDA Wert von über 95 – 100: hohe Abrasivität, keinesfalls für den Dauergebrauch
  • RDA Wert über 250: gesetzlicher Grenzwert, überaus hohe Abrasivität

wie Ansteckung:

Karies wird durch Bakterien – meist Streptococcus mutans, aber auch S. sanguis, S. sobrinus, Lactobacillus acidophilus oder Actinomyces – verursacht. Der Mensch wird ohne die kariesauslösenden Bakterien geboren und steckt sich meist bei seinen Eltern an. Durch das Ablecken des Löffels oder des Schnullers übertragen die Eltern ihre Kariesbakterien auf die Kinder. Die WHO zählt Karies sogar zu den am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten; ca. 98 % der europäischen Bevölkerung leiden darunter.  Je jünger das Kind bei seiner Infektion mit den Bakterien ist, desto höher kann später die Kariesgefahr sein.

wie Ausspucken:

Kinder lernen frühestens ab vier Jahren das richtige, vollständige Ausspucken, z.B. von Zahnpasta. Wenn Kinder in den ersten  Lebensjahren Fluorid-Tabletten zum Zähne- und Knochenaufbau einnehmen, sollte man in dieser Zeit eine Kinderzahncreme ohne Fluorid verwenden, da das Kind sonst über die verschluckte Zahncreme zuviel Fluorid zu sich nehmen könnte und dieses zu einer Dentalfluorose (gelblich/weiße Zahnflecken auf den bleibenden Zähnen) führen könnte.


B…

wie Baby-Zahncremes:

Siehe Kinderzahnpasta

wie Backenzähne:

Die Backenzähne, von denen der erwachsene Mensch insgesamt 20 Stück hat, werden in 8 Vormahlzähne, 8 Mahlzähne und 4 Weisheitszähne untergliedert. Es sind große, bleibende Zähne mit ausgeprägten Höckern und Tälern, den sogenannten Fissuren.

wie Bakterien:

Bakterien sind meist die Ursache für Karies. Als wichtigstes Bakterium gilt Streptococcus mutans, das unter anderem Kohlenhydrate zu Milchsäure abbaut, die dann den Zahnschmelz angreift. Besonders stark vermehren sich die Bakterien auf Zahnbelag, der aus Nahrungsresten und Speiseeiweißen besteht.

wie Basstechnik:

Die Bass-Technik ist eine Zahnputztechnik für Erwachsene. Dabei wird die Zahnbürste in einem 45°-Winkel am Zahnfleischrand aufgesetzt und leicht „gerüttelt“, so dass kurze, vibrierende Bewegungen die Plaque lösen. Die Borsten bewegen sich nicht von der Stelle. Durch die Vibration löst sich die Plaque. Am Ende der Vibrationen wird eine auswischende Bewegung der Zahnbürste zur Zahnoberfläche ausgeführt. Die Plaque wird dann in Richtung Zahnkrone ausgefegt. Elektrische Zahnbürsten funktionieren auf Basis dieser Putztechnik.

wie Belag:

Siehe Plaque.


C…

wie Caries superficialis:

oder Schmelzkaries oder oberflächliche Karies. Es handelt sich um Karies im 2. Stadium. Der Zahnschmelz ist bereits angegriffen, die Karies ist aber noch nicht bis ins Dentin vorgedrungen.

wie Caries media:

oder Dentin-Karies. Karies ist durch die äußere Hülle des Zahns, die Zahnschmelzschicht, in das Dentin vorgedrungen und breitet sich dort aus. Da das Dentin weicher als der Zahnschmelz ist, wird hier durch die Kariesbakterien mehr Schaden in kürzerer Zeit verursacht. Diese Schädigung im Zahnbein (Dentin) verursacht bereits pochenden, dumpfen Schmerz.

wie Caries profunda:

Es handelt sich um Karies im 4. Stadium. Die Karies ist bereits tief ins Dentin vorgedrungen und befindet sich in der Nähe der Pupla, des Zahnmarks. Mehr als 2/3 des Zahns sind jetzt von Karies befallen, fast immer ist auch ein Loch sichtbar. Diese Stufe ist meist von durchgehenden Schmerzen begleitet.

wie Caries profunda complicata:

Es handelt sich um Karies im 5. Stadium. Die Karies hat das Dentin bis zum Zahnmark beschädigt und die Höhle, in der sich das Zahnmark befindet, freigelegt. Nun können die Bakterien in das Zahnmark eindringen und den Nerv schädigen. Wenn der Nerv zerstört wurde, verschwinden die Zahnschmerzen meist – es besteht jedoch die Gefahr, dass der Zahn ausfällt oder die Bakterien durch die Blutversorung des Zahns in den Blutkreislauf gelangen. Dort können sie zu einer Blutvergiftung oder sogar zu schweren Herzerkrankungen führen.


D…

wie Daumenlutschen:

Verstärktes Daumenlutschen und Herumkauen auf dem Daumen und anderen Fingern kann ein Anzeichen für beginnendes Zahnen sein. Daumenlutschen ist bis Vollendung des dritten Lebensjahres harmlos und sollte nicht unterdrückt werden. Bei intensivem Daumenlutschen ab dem 4. Lebensjahr kann es zu einer Fehlstellung der Zähne kommen.

wie Demineralisierung:

Kariesbakterien verursachen eine Demineralisierung der Zähne, da sie Mineralsalze – vor allem Calcium und Phosphat – aus den Zähnen lösen. Der Zahnschmelz wird angegriffen und erleichtert weiteren Kariesbakterien das „Andocken“ an den Zahn. So schreitet die Karies weiter fort.

wie Dentin:

oder Zahnbein. Dentin ist eine knochenähnliche Zahnsubstanz – jedoch härter als Knochen – und stellt den größten Teil des Zahnes dar. Es ist weicher als der Zahnschmelz. Im Gegensatz zum Zahnschmelz kann Dentin ein Leben lang vom Körper neu gebildet werden. Das Dentin wird vom Zahnschmelz umschlossen. Das Dentin selbst umschließt die Pulpa, das Zahnmark.

wie Dentalfluorose:

Als Dentalfluorose wird eine Störung während der Bildung des Zahnschmelzes bezeichnet, die dadurch entsteht, dass Fluorid langfristig überdosiert eingenommen wird. Die Schäden, die im frühen Kindesalter bis zum 6./7. Lebensjahr entstehen, bleiben das ganze Leben. Eine zu hohe Fluoridaufnahme in diesem Alter kann zu Entwicklungsstörungen bei der Schmelzbildung der bleibenden Zähnen führen, wenn diese sich noch im Kieferknochen befinden. Sichtbar sind dann weißliche Flecken, die aber auch gelblich-braun sein können.

wie Dentin-Karies:

Siehe Caries media.


E…

wie elektrische Zahnbürste:

Die Reiniung mit einer elektrischen Zahnbürste ist in vielen Fällen gründlicher als die mit einer Handzahnbürste. Auch für Kinder sind elektrische Zahnbürsten grundsätzlich geeignet. Sie müssen dank der Rotationsbewegungen der Bürste nicht alle Bewegungen selbst ausführen. Um die motorischen Fähigkeiten des Kindes zu schulen, sollte jedoch zumindest mit einer normalen Handzahnbürste im Wechsel geputzt werden. Wenn die Kinder beim Putzen zu stark aufdrücken, sollte eine Handzahnbürste bevorzugt werden – bei der elektrischen Bürste kann leichter das Zahnfleisch verletzt werden. Eine elektrische Zahnbürste für Kinder ist ab etwa drei Jahren empfehlenswert. Sie sollte jedoch – wie eine Handzahnbürste auch – besondere Voraussetzungen erfüllen; siehe dazu bei Kinderzahnbürste.


F…

wie Fieber:

Fieber wird oft als begleitendes Symptom beim Zahnen beschrieben. Ärzte sind sich einig, dass das Zahnen durchaus von erhöhter Temperatur begleitet sein kann – hohes Fieber ist allerdings eher untypisch. Man vermutet, dass der durch das Zahnen geschwächte Körper anfälliger für Infektionen ist. Diese Infektionen lösen dann das Fieber aus. Bei hohem Fieber sollte auf jeden Fall ein Kinderarzt aufgesucht werden, um die Ursache des Fiebers abzuklären. Es gibt allerdings auch die Erscheinung der so genannten Fieberzahnung. Hierbei kommt es bei Fieber, beispielsweise hervorgerufen durch eine fiebrige Erkältung, infolge der bei Fieber beschleunigten Stoffwechselprozesse im Körper des Kindes zu einem verstärkten Zahnungsprozess.

wie Fingerhut-Zahnbürste:

Fingerhut-Zahnbürsten wurden speziell für die Pflege der ersten Zähnchen nach dem Zahndurchbruch entwickelt. Sie werden auf die Fingerkuppe des Zeigefingers gestülpt. Dadurch hat das Elternteil mehr Kontrolle und Fingerspitzengefühl beim Putzen. Viele Babys gewöhnen sich auf diese Weise einfacher an den Putzvorgang. Der Finger der Mutter oder des Vaters im Mund fühlt sich nicht wie ein Fremdkörper an. Die Fingerhut-Zahnbürsten können auch zur unterstützenden Massage und Juckreizlinderung beim Zahnen angewendet werden.

wie Fissur:

Fissuren sind Spalten, Rinnen oder Risse. Besonders betroffen sind die Backenzähne. Sie weisen solche Fissuren an der Kaufläche auf; dabei gibt es eine Längsfissur und eine Querfissur. Bisweilen sind die Fissuren recht tief und sehr eng und können daher schlecht gereinigt werden. Der Zahnschmelz ist an den Fissuren außerdem recht dünn. Fissurenkaries ist deshalb die häufigste Ursache für Karies, wenn die Zähne erst einmal da sind. Eine wirksame Vorbeugungsmaßnahme ist das Versiegeln der Fissuren – allerdings nur bei noch kariesfreien Zähnen. Kinder und Jugendliche bekommen die Versiegelung an den bleibenden großen Backenzähnen von der Krankenkasse erstattet.

wie Fluorid:

Fluoride kommen als natürliche Verbindungen in der Natur und im Körper des Menschen vor. Ihre kariespräventive Wirkung ist wissenschaftlich erwiesen. Als Inhaltstoff in Zahncremes unterstützen sie die Remineralisierung der Zahnschmelzoberfläche, erhöhen die Säureresistenz und verhindern das Herauslösen von Mineralien. Bei Verwendung einer fluoridhaltigen Zahncreme sollte auf  die Einnahme von Fluoridtabletten verzichten werden. Es gibt verschiedene Fluoridverbindungen, die Zahncremes beigefügt werden: Natriumfluorid, Natriummonofluorphosphat, Zinn(II)-Fluorid oder Aminfluoride.


G…

wie Gingivitis:

Eine Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleischs, die meist durch Bakterien ausgelöst wird. Die Entzündung kann man an Zahnfleischblutungen, Rötungen oder Schwellungen erkennen. Manchmal wird die Entzündung auch von Mundgeruch begleitet. Um die Zahnfleischentzündung zu behandeln, ist eine Verbesserung der Mundhygiene die erste Maßnahme. Zusätzlich zum Zähneputzen und Zwischenraum-Zahnbürsten kann auch eine Mundspülung benutzt werden.


I…

wie Initialkaries:

So wird das erste Stadium von Karies genannt. Die Zähne werden bereits durch Säure angegriffen und demineralisiert, noch ist die Struktur des Zahns aber nicht defekt. In diesem Stadium helfen verstärkte Mundhygiene und die Zuführung von Fluorid, um den Prozess zu stoppen.

wie Interdentalbürste:

auch Zahnzwischenraumbürste genannt. Diese Bürsten stellen eine Alternative zur Zahnseide dar, wenn die Zwischenräume zwischen den Zähnen etwas größer sind. Anwendung finden sie auch nahe am Zahnfleisch: Selbst wenn die Zähne an der Spitze eng zusammenstehen, bleibt am Zahnfleisch bisweilen eine Lücke. Doch gerade der Übergang zwischen Zahnfleisch und Zahn ist besonders kariesgefährdet. Verschiedene Formen, Drahtstärken und Borsten ermöglichen es, fast jeden Zahnzwischenraum zu reinigen. Nach ca. 15 – 20 Benutzungen sollte die Bürste erneuert werden.


K…

wie KAI-Methode:

Die KAI-Methode bietet sich als Zahnputz-Lehrmethode für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren an, um ihnen das richtige Zähneputzen zu erleichtern. KAI steht dabei für „Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen“. Schon Kinder ab ca. 4 Jahren können die Kauflächen richtig putzen, mit diesen wird beim Putzen begonnen. Anschließend folgen die Außenflächen der Zähne mit kreisenden Bewegungen, als letztes werden die Innenseiten vom Zahnfleisch zum Zahn geputzt. Das Nachputzen eines Erwachsenen bleibt bis zu einem Alter von ca. 8 Jahren für eine gründliche Zahnreinigung erforderlich.

wie Kalzium:

Kalzium wird im menschlichen Körper vor allem für den Aufbau von Knochen und Zähnen benötigt. Es wird nicht vom Körper gebildet, sondern kann nur über die Nahrung aufgenommen werden. Die wichtigste Quelle sind Milchprodukte (Milch, Quark, Joghurt, Käse). Auch Kokosnüsse und Sesamsamen enthalten viel Kalzium.

wie Karies:

Karies ist eine Erkrankung, die die Zahnsubstanz angreift, Struktur und Funktion der Zähne zunehmend zerstört und unbehandelt zu Schmerzen und zum Verlust der betroffenen Zähne führen kann. Karies entsteht durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Kariesverursachende Bakterien oder Pilze siedeln sich im Mund an. Sie produzieren mit ihrem Stoffwechsel Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und Mineralsalze aus dem Zahn lösen.

wie Kauen:

Kauen fördert den Abrieb von Karies und dient der Selbstreinigung der Zähne. Bei einigen Naturvölkern gibt es noch heute Kaustöckchen statt Zahnbürsten. Diese Äste werden an einem Ende zerfasert und reinigen so die Zähne beim Kauen.
Bei älteren Kindern kann das Kauen von zuckerfreiem Zahnpflege-Kaugummi nach dem Essen helfen, Karies vorzubeugen. Durch das Kauen wird der Speichelfluss angeregt, die Zähne werden abgespült, und der pH-Wert im Mund wird ausgeglichen.

wie Kaufläche:

Die Kauflächen der Zähne sind oft schwer zu putzen, da sie – gerade bei den Backenzähnen – von Fissuren durchzogen sind. Generell beginnt jeder Putzvorgang auf den Kauflächen.

wie Kauleiste:

Umgangssprachlich für Zahnreihe. Beim Baby wird der Begriff für die Stellen des Zahnfleisches verwendet, durch die die Zähne durchbrechen.

wie Kinderlebensmittel:

Lebensmittel für Kleinkinder, die von 1 bis 3 Jahren empfohlen werden, unterliegen der Diätverordnung und damit strengen Richtwerten. Sie sind speziell an die Bedürfnisse von Säuglingen angepasst.
Kinderlebensmittel (ab 3 Jahren bzw. ohne Altersempfehlung) dagegen sind eigentlich ein Marketing-Trick. Sie werden besonders bunt gestaltet, um speziell Kinder anzusprechen. Sie sind jedoch sehr oft fettiger oder enthalten mehr Zucker als entsprechende Erwachsenen-Nahrungsmittel. Häufig sind sie auch mit Vitaminen oder Mineralstoffen angereichert, was zu einer Überdosierung führen kann. In solchen Lebensmitteln werden außerdem häufiger mehr Zusatzstoffe (z.B. Aromen) verwendet. Auf solche Kinderlebensmittel kann gut verzichtet werden.

wie Kinderzahnbürste:

Für Kinder gibt es spezielle, kleinere Kinderzahnbürsten, die an die Größe der Mundhöhle und der kleinen Milchzähne angepasst sind. Meist haben sie einen rutschfesten Griff, damit das Kind die Bürste selbst besser halten kann. Die Borsten sind oft weicher, damit  sich die ungeübten Kinder nicht das Zahnfleisch verletzen, wenn sie zu fest aufdrücken. Etwa ab 8 Jahren können Kinder auf Erwachsenen-Zahnbürsten umsteigen, Zähne und Mund sind dann groß genug, und sie haben bereits die erforderliche Übung im Putzen.

wie Kinderzahnpasta:

Auch Kinderzahncreme. Im Gegensatz zu Erwachsenen können Kinder oft die Zahnpasta nicht richtig ausspucken und verschlucken daher einen großen Teil der verwendeten Zahncreme. Deswegen wird bei Kinderzahnpasta noch genauer auf die Inhaltsstoffe geachtet. Besonders Farbstoffe, spezielle Aufschäumer und Konservierungsstoffe sollten in Kinderzahncremes vermieden werden. Die Zahncremes haben außerdem meist ein eher fruchtig-mildes Aroma, verglichen mit dem minzig-scharfen Geschmack der Erwachsenen-Zahnpasta. Der Fluoridgehalt in Kinderzahncremes sollte 500 ppm betragen. Ab dem Zahnwechsel (Kinder ab 6 Jahren) sollte eine Zahncreme mit einem Fluoridgehalt von 1.000 – 1.500 ppm verwendet werden.


M…

wie Mahlzähne:

Das gesunde Gebiss eines Erwachsenen besteht aus 32 Zähnen, wenn die vier Weisheitszähne mitgerechnet werden. Die Mahlzähne (Molaren) gehören zu den Backenzähnen. Das Gebiss enthält links und rechts sowie oben und unten je 2, also insgesamt 8 Mahlzähne sowie insgesamt 4 Weisheitszähne, die ebenfalls zu den Mahlzähnen gezählt werden. Im Milchgebiss bzw. Milchzahngebiss fehlen die hinteren Mahlzähne, da der Kiefer noch nicht seine endgültige Grösse erreicht hat. Die ersten Mahlzähne brechen ca. im 6. Lebensjahr hinter den Milchmolaren in die Mundhöhle durch. Zusammen mit den beiden Schneidezähnen sind sie die ersten bleibenden Zähne in der Mundhöhle. Etwa im 12. Lebensjahr brechen die zweiten Molaren in die Mundhöhle durch und meist erst im Erwachsenenalter die Weisheitszähne (Weisheitszahndurchbruch).

wie Massage:

Siehe Zahnfleischmassage.

wie Milchgebiss:

Das Milchgebiss ist der erste Schritt zu einem vollständigen Gebiss. Der Kiefer von Babys und Kleinkindern ist noch viel zu klein, um das endgültige, bleibende Gebiss zu fassen. Daher bekommt der Mensch zunächst ein Milchgebiss mit Zähnen, die als Platzhalter für die bleibenden Zähne dienen und um das sechste Lebensjahr herum wieder ausfallen, um den bleibenden Zähnen Platz zu machen.  Das Milchgebiss besteht aus 20 Milchzähnen: 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 8  Backenzähne.

wie Milchzähne:

Milchzähne sind von der Anatomie etwas gedrungener und deutlich kleiner als die bleibenden Zähne, die Kauflächen sind schmaler und die Wurzeln sehen ganz anders aus, weil in den Wurzeln der Milchzähne die Keime der bleibenden Zähne sind. Das Zahnbein ist weniger stark ausgeprägt, der Nerv beim Kinderzahn ist viel größer und der Schmelz ist ein wenig anders strukturiert als bei bleibenden Zähnen.
Die Milchzähne sind bei der Geburt noch nicht vorhanden, sie werden erst später gebraucht, das Kind trinkt schließlich zuerst nur Milch. Zähne würden die Mutter am Anfang beim Stillen nur schmerzen. Ab ca. 6 Jahren werden die Milchzähne durch 32 bleibende Zähne ersetzt.

wie Mundhygiene:

Der Begriff Mundhygiene umfasst all die Maßnahmen, die getroffen werden, um Erkrankungen in der Mundhöhle vorzubeugen. Dazu gehören das Entfernen von Plaque mit  Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürsten, das Benutzen von Mundspülung oder von Zungenreinigern. Von Zeit zu Zeit ist eine professionelle Zahnreinigung empfehlenswert.


N…

wie Neurodermitis:

Siehe Zahnungs-Neurodermitis.

wie Nuckelflaschenkaries:

Nuckelflaschenkaries (englisch: Nursing-Bottle-Syndrome) ist ein Wort aus der Umgangssprache. Diese Kariesform greift die Zähne von Säuglingen und Kindern an, die besonders anfällig für die Bakterien sind. Meist sind zuckerhaltige Tees oder Fruchtsäfte aus Baby-Trinkflaschen oder auch Schnabeltassen die Ursache für diese Karies. Durch die Art, daraus zu trinken, werden die Zähne von der gezuckerten Flüssigkeit vollständig und nahezu pausenlos benetzt. Seinen Anfang nimmt die Karies daher meist an den Schneidezähnen. Die Zähne werden stark angegriffen, und die Zerstörung kann sich auf das gesamte Gebiss ausweiten. Ist der Zahnnerv betroffen, kann es sogar zu Abszessen im Knochen führen.
Vermeiden kann man dies durch regelmäßiges Zähneputzen (mindestens zweimal täglich). Nach dem abendlichen Zähneputzen sollten die Kinder nur noch Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Außerdem darf die Flasche tatsächlich nur zur Durstlöschung, nicht aber zum Dauernuckeln verwendet werden. Vermeiden Sie auch, die Flasche zum Einschlafen oder zum Beruhigen zu geben, denn daran gewöhnt sich Ihr Kind sehr schnell.


P…

wie Plaque:

Plaque ist ein klebriger, weißer Belag, der sich auf den Zähnen bildet. Er besteht vorwiegend aus Zucker und Bakterien – die sich dort rasch vermehren. Mit bloßem Auge kann man ihn erst erkennen, wenn er schon dick geworden ist. Er bildet sich vorwiegend am Rand zum Zahnfleisch und zwischen den Zähnen. Wird Plaque nicht entfernt, bildet sich daraus Zahnstein. Plaque kann außerdem dazu führen, dass sich das Zahnfleisch entzündet. Es wird rot, schwillt an und schmerzt. Dies kann auch zu Parodontitis, der Entzündung des Zahnbettes, und schlimmstenfalls sogar zum Verlust der Zähne führen.

wie Prophylaxe:

Prophylaxe sind in der Zahnmedizin vorbeugende Maßnahmen, die das Erkranken der Zähne, zum Beispiel durch Karies, verhindern sollen. Dazu gehören das tägliche Zähneputzen, die Reinigung der Zahnzwischenräume durch Zahnseide oder Interdentalbürsten, eventuell das Ausspülen mit Mundwasser und auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt. Die professionelle Zahnreinigung sollte zwei Mal im Jahr erfolgen. Bei Kindern wird diese Leistung von den Krankenkassen bezahlt.

wie Pulpa:

auch Zahnmark. Die Pulpa besteht aus Nerven, Blut- und Lymphgefäßen und Zellen und füllt den Innenraum jedes Zahns aus.

wie Putzdruck:

Viele Menschen drücken beim Zähneputzen zu sehr auf. Das kann die Zähne und vor allem das Zahnfleisch beschädigen. Der optimale Putzdruck liegt bei ca. 100 Gramm – probieren Sie es an einer Küchenwaage aus. Vermutlich ist es deutlich leichter, als Sie denken. Hilfreich kann es daher sein, auf der Waage einen Putzdruck von ca. 50 Gramm „einzuüben“, denn erfahrungsgemäß drückt man während des Putzens automatisch wieder etwas stärker auf.
Für die Reinigung spielt der Putzdruck nur eine kleine Rolle. Viel wichtiger sind die ausreichende Putzdauer und die richtige Putztechnik. Es gibt inzwischen elektrische Zahnbürsten, die aufleuchten, wenn der Putzdruck zu stark ist.


R…

wie Risikofaktoren:

Risikofaktoren, die die Entstehung des Karies begünstigen, sind mangelnde Zahnhygiene, die Dichte der Bakterien-Besiedelung (diese kann z.B. durch antibakterielles Mundwasser verringert werden), Kaugewohnheiten, die Nahrung (z.B. zuviel Zucker, zuviel Kohlenhydrate), zu geringer Fluoridgehalt des Zahnschmelzes oder auch die Einnahme von Medikamenten.


S…

wie Sabbern:

Sabbern kann ein Anzeichen dafür sein, dass Ihr Baby zahnt. Der Speichelfluss nimmt zu, wenn die Zähne durch das Zahnfleisch brechen.

wie Säure:

Säuren greifen den Zahnschmelz an. Säuren gelangen nicht nur durch Lebensmittel in unseren Mund, sondern werden auch von Karies-Bakterien gebildet. Diese im Plaque sitzenden Bakterien verwandeln Kohlehydrate aus der Nahrung, zu denen auch der Zucker zählt, in Säure. Sind die Zähne längere Zeit einem Säureangriff ausgesetzt, werden sie entmineralisiert.

wie Schmelzkaries:

Siehe Caries superficialis.

wie Schneidezahn:

Lateinisch dens incisivus. Die Schneidezähne sind einwurzelige Zähne, die jeweils vorne im Ober- und Unterkiefer zwischen den Eckzähnen liegen. Sie haben keine Kaufläche, sondern lediglich eine Schneidekante. Die unteren Schneidezähne sind die kleinsten Zähne des bleibenden Erwachsenen-Gebisses.

wie Speichel:

Der Speichel spielt eine wichtige Rolle für die Zahngesundheit. Der Speichel neutralisiert Säuren im Mund und reguliert den pH-Wert.  Er spült Bakterien von der Zahnoberfläche weg. Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz braucht, um hart zu bleiben und seine Widerstandskraft gegen Säuren zu erhalten. Calcium und Fluorid, die im Speichel vorkommen, remineralisieren die Zähne und wirken dem schädlichen Effekt der Säuren entgegen. Außerdem vernichtet Speichel einen Teil der Krankheitserreger, die von außen in die Mundhöhle gelangen.


V…

wie Versiegelung:

Bei einer Versiegelung werden die Fissuren der Zähne, in denen sich leicht Karies bilden kann, verschlossen. Dazu werden die kariesfreien Zähne zunächst sorgfältig gereinigt und getrocknet. Dann wird der Zahnschmelz mit etwas Säure angeraut, damit die Versiegelung besser haftet. Anschließend wird die lichthärtende Masse aufgetragen und mit UV-Licht ausgehärtet. Überstehende Masse wird abgeschliffen und poliert.


W…

wie Wechselgebiss:

Als Wechselgebiss wird das Gebiss in der Phase zwischen dem 6. und ca. 13. Lebensjahr bezeichnet. Es bezeichnet den Prozess, in dem die Milchzähne durch die bleibenden Zähne ersetzt werden und ist mit dem Durchbruch des letzten bleibenden Zahns (Backenzahn) abgeschlossen. Danach beginnt die Phase des bleibenden Gebisses.


X…

wie Xylit:

auch Xylitol. Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff. Xylit hat eine wissenschaftlich nachgewiesene antibakterielle Wirkung auf kariesbildende Bakterien. Er kann sowohl deren Wachstum gezielt hemmen, als auch die Plaquebildung vermindern. Die Kariesbakterien, die normalerweise Zucker in schädliche Säure verwandeln, können dies mit dem Zuckeraustauschstoff Xylit nicht tun. Ihnen fehlt die Nahrung, und sie stellen deshalb ihre Vermehrung ein. Somit besitzt Xylit hervorragende karieshemmende Eigenschaften und findet deshalb – wie auch das Spurenelement Fluorid – in der Baby- und Kinderzahnpflege Anwendung. Xylit kommt natürlich in vielen Sorten Gemüse oder Früchten (z.B. Pflaumen, Himbeeren, Blumenkohl) vor.  Als Bestandteil von Zahnpflege-Kaugummis regt Xylit außerdem die verstärkte Speichelproduktion an; auch der vermehrte Speichelfluss beugt Karies vor.


Z…

wie Zahnfleischbluten:

Zahnfleischbluten entsteht meist durch eine Entzündung des Zahnfleischs. Bei Berührungen (z.B. beim Zähneputzen) reagiert das Zahnfleisch dann mit Blutungen. Auch bei Parodontitis, einer bakteriellen Entzündung, können Blutungen auftreten. Bei werdenden Müttern ist Zahnfleischbluten aufgrund der hormonellen Umstellungen auch ohne Entzündung nicht ungewöhnlich. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was dahintersteckt, lassen Sie die Ursache und mögliche Behandlungsmethoden beim Zahnarzt abklären!

wie Zahnfleischmassage:

Eine sanfte Massage des Zahnfleischs kann bei kindlichen Zahnungsschmerzen lindernd wirken. Massieren Sie das Zahnfleisch mit einem sauberen Finger oder mit einer Fingerhut-Zahnbürste. Auch das Herumkauen auf Beißringen – oder natürlich: gekühlten Karotten – wirkt als Massage positiv. Bei Erwachsenen kann das Zahnfleisch mit einer weichen Bürste oder einer Munddusche massiert werden, das regt die Durchblutung an.

wie Zahnhals:

Der Zahnhals ist das Übergangsstück zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel. Normalerweise ist er noch von Zahnfleisch bedeckt. Geht das Zahnfleisch zurück, zum Beispiel durch die falsche Putztechnik oder durch Entzündungen, kann der Zahnhals freiliegen. Er ist dann sehr empfindlich gegen Kälte, Hitze, Berühungen allgemein und saure Lebensmittel. Im Vergleich zum Zahnschmelz ist der Zahnhals relativ weich und daher anfällig für Karies, die Zahnhalskaries.

wie Zahnkalender:

In einem Zahnkalender kann festgehalten werden, wann das Baby welchen Zahn bekommt. Einen Zahnkalender können Sie auch auf unserer Seite downloaden

wie Zahnputzlieder:

Zahnputzlieder können Kinder motivieren, ihre Zähne gründlich und auf die richtige Art und Weise zu putzen. Auch die Dauer des Zähneputzen scheint durch die Ablenkung weniger lang. Hier können Sie sich einige Zahnputzlieder herunterladen.

wie Zahnschmelz:

Der Zahnschmelz bedeckt die Krone unserer Zähne. Im Körper des Menschen ist Zahnschmelz das härteste Gewebe. Er enthält keine Nerven und ist daher nicht schmerzempfindlich – Löcher durch Karies im Zahnschmelz werden anfangs daher oft nicht bemerkt. Zahnschmelz kann vom Körper nicht nachgebildet werden. Daher besteht die Gefahr, dass er durch Kariesbakterien, falsches, zu starkes  Putzen oder auch durch säurehaltige Nahrung beschädigt wird. Ein durch Karies verursachtes Loch kann vom Körper nicht mehr verschlossen werden.

wie Zahnseide:

Mit Putzen allein erreicht man nur 60 Prozent der Zahnflächen. Besonders in den Zwischenräumen der Zähne lagern sich Speisereste ab, die mit Zahnseide entfernt werden können.  Kindern, deren Milchgebiss bereits vollständig ist, sollten daher mit Hilfe ihrer Eltern auch Zahnseide benutzen. Für Kinderzähne eignet sich einfädige, dünne Zahnseide am Besten, weil sie auch in die engen Zahnzwischenräume der Kinderzähne passt.

wie Zahnspange:

Zahn- oder Kieferfehlstellungen müssen oft mit einer Zahnspange behandelt werden. Dies kann mit herausnehmbaren Spangen (lockere Spange) oder fest an den Zähnen befestigten Apparaturen erreicht werden. Besonders eine feste Zahnspange erschwert die richtige Mundhygiene sehr, da sich zwischen den Drähten und Brackets oft Speisereste festsetzen. Auch die Selbstreinigung der Zähne durch das Kauen ist stark eingeschränkt. Elektrische Zahnbürsten mit einem kleinen Bürstenkopf eigenen sich hier für die Reinigung am besten. Zahnzwischenraumbürstchen reinigen auch zwischen den Drähten. Zusätzlich können Mundduschen als Hilfsmittel eingesetzt werden. Regelmäßige Fluorid-Behandlungen oder das Putzen mit spezieller Fluorid-Zahnpasta sollen die Zähne zusätzlich schützen.

wie Zahnstein:

Zahnstein ist ein harter Belag auf dem Zahn. Er bildet sich aus Plaque (weichem Belag), indem Stoffe aus dem Speichel in die Plaque eingelagert werden. Auf seiner Oberfläche können Bakterien haften bleiben, die dann eine Zahnfleischentzündung auslösen können. Er kann vom Zahnarzt mechanisch entfernt werden. Eine Zahnsteinentfernung sollte regelmäßig bei einer professionellen Zahnreinigung durchgeführt werden.

wie Zahnungsgel:

Zur Schmerzstillung kann beim Zahnen ein Zahnungsgel verwendet werden. Meist enthalten diese Gele Kamille und schmerzstillende Wirkstoffe in einer Dosierung, die für Kinder geeignet ist. Das Gel wird auf das Zahnfleisch aufgetragen und sorgt dort lokal für Linderung und Heilung.

wie Zahnungs-Neurodermitis:

Als „Zahnungs-Neurodermitis“ werden umgangssprachlich die Ekzeme bezeichnet, die sich – wohl durch das Zahnen – in den Gelenkbeugen bilden können. Sie entstehen meist durch die Stressbelastung beim Zahnen. Neben der Zahnungs-Neurodermitis kann es auch zu einfachen Hautausschlägen um den Mund und im Gesicht kommen.

wie Zahnzwischenraum:

Da Zahnzwischenräume schlecht gereinigt werden können, setzen sich dort leicht Essensreste fest, oder es bildet sich Plaque. Zur Reinigung verwendet man am besten Zahnseide. Etwas breitere Zwischenräume können auch mit Zahnzwischenraumbürsten gesäubert werden.

wie Zucker:

Zucker ist das „Futter“ für Karies-Bakterien. Er wird unter anderem zu Milchsäure abgebaut. Bedenklich ist weniger die Menge des Zuckers, sondern der Zeitraum, in dem die die Zähne dem Zucker ausgesetzt sind. Wichtig sind Pausen zwischen dem Zuckerkonsum, in denen der Speichel die gebildeten Säuren neutralisieren und dadurch die Demineralisierung der Zähne stoppen kann.